Dobot robotics, die 2015 in Shenzen gegründet wurden, haben sich ein anspruchvolles Ziel gesetzt: Sie wollen weltweit der größte Cobothersteller werden. Mit über 80.000 verkauften Einheiten und laut eigener Internetseite größter Cobot-Exporteur Chinas scheinen die Jungs auf einem guten Weg zu sein.

Ein paar Sachen sind auch tatsächlich beeindruckend: Nach dem Download der Software Dobotstudio kann man auf die vorhandenen Steuerungen sich direkt per WLAN einwählen, völlig unkompliziert. Das ist ein typisches Gimmick chinesischer Hemdsärmeligkeit. Ich seh da schon bei dem ein oder anderen IT’ler größerer Konzerne die Schweißperlen auf der Stirn 🙂

Für den Anwender ist es aber tatsächlich herrlich einfach. Die Jungs von Dobot spendieren zur Zeit (Stand August 2025) kostenlose Schulungs- und Schnupperkurse, um Anwender und Kunden in spe mit dem Produkt vertraut zu machen. Eine gute Marketing-Strategie, wie ich finde. Einer der beiden häufigsten Fragen bei Kunden ist die Beherrschbarkeit des Systems. Hier wird man einen Tag lang in die Oberfläche eingeführt und mit den Funktionen vertraut gemacht.

Ich denke auch wirklich, dass diese einfachen Cobot-Anwendungen ihren Platz in der Automatisierung des Mittelstandes finden. Sie sind sehr einfach zu bedienen und können mit ein paar Klicks die wichtigsten und auch einfachsten Applikationen abbilden. Ihre Kollegen von ABB, Fanuc und KUKA blicken hier auf eine sehr viel ausgefeiltere Technik mit unzähligen AddIns, Homeposrunning über Spezialapplikationen, die die Automobilindustrie im Laufe der Jahre einfach verlangt hat.

Die Cobots fangen in der Liga der Mittelstandsautomation einfach von vorne an und halten die Dinge einfach – keep it simple.

Dabei punkten Sie mit einer krassen Preispolitik. Ca. die Hälfte kostet so ein Roboter im Gegensatz zu einem europäischen oder japanischen Wettbewerber.

Wie viele Usecases werden sich hierfür finden lassen? Man darf gespannt sein. Fakt ist, dass die chinesischen Kollegen mit Elan auf den Markt drängen und ihre Produkte anbieten.

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